Foniopaddy Grassamen für Sittiche

Egal ob von Foniohirse, Hungerreis oder Hungerhirse die Rede ist, es ist immer die aus Uganda stammende Grassaat Digitaria exilis damit gemeint und vorallem in Sittichkreisen ist sie auch als Foniopaddy bekannt.

Diese sehr feine Saat gehört innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae) zur Gattung der Fingerhirsen (Digitaria) und wird seit einiger Zeit zur Vorbeugung und Behandlung gegen Kokzidiose angepriesen. Zudem ist es eine sehr hochwertige, fettarme Getreideart und bietet aufgrund der kleinen Körnern einen hohen Beschäftigungswert, weshalb es auch bei unseren Sittichen regelmäßig auf dem Futterplan steht.

Nach diversen Beschreibungen wurde Foniopaddy mehrere Jahre lang unter tierärztlicher Aufsicht an mit Kokzidiose befallenen Vögeln getestet. Anhand von Kotproben lag wohl schon nach einer Woche kein Befall mehr vor und das ganz ohne Einsatz von Antibiotika. Weiterhin soll es auch vorbeugend gegen eine Infektion mit Kokzidien wirken, wenn die Vögel regelmäßig damit gefüttert werden.

Nun, ob das Foniopaddy wirklich so wirkt, wie es beschrieben wird, können wir nicht beurteilen, da unsere Vögel zum Glück bisher noch nie mit Kokzidiose zu kämpfen hatten, was hoffentlich auch weiterhin so bleibt. Vorrangig geben wir die Samen, da sie anscheinend sehr schmackhaft sind und unsere Racker gut damit beschäftigt sind, jedes einzelne Körnchen zu entspelzen. Weiterhin ist es fettarm, reich an Kohlenhydraten und Aminosäuren und es sind wertvolle Mineralien wie unter anderem Kalzium enthalten. Wenn es dann zudem wirklich gegen Kokzidiose hilft, soll es einfach nur recht sein.

Seit Mitte 2015 füttern wir etwa zwei- bis dreimal die Woche eine kleine Ration in eine rseparaten, flachen Schale oder mischen es mit roten Vogelmineralien sowie auch mal mit dem Eifutter. Es dauert dann keine zehn Sekunden und die Nymphies und Wellis stürzen sich regelrecht darauf – manchmal kommt es deswegen sogar zu kleineren Rangeleien und kurz darauf ist kein Körnchen mehr davon zu finden. Mit dem Hauptfutter vermischt sowie für die Wühlkiste ist Foniopaddy allerdings nicht geeignet, da es wirklich sehr kleine Samen sind und so zwischen den anderen Körnern durchrieseln, was damit endet, daß es dann ungefressen unter den Schalenresten liegen bleibt.

Zur Behandlung gegen Kokzidien soll man gut 5-7 Gramm pro Vogel täglich verabreichen. Ob das ausreichend ist, können wir mangels Erfahrungen nicht sagen. Sollte es aber doch mal dazu kommen, was wir allerdings nicht hoffen möchten, dann werden wir unsere Beobachtungen hier entsprechend ergänzen.

Foniopaddy ist im übrigen auch bestens als Keimfutter (Einweichzeit ca. 12 Stunden) sowie als Kochfutter geeignet und es schadet in der Regel auch nicht, wenn man mal etwas mehr davon füttert.


Wer mehr über Kokzidiose erfahren möchte, findet unter anderem auf folgenden Seiten eine Menge Infos
Tiermedizinportal.de · Kokzidiose
Wikipedia · Kokzidien