Musa sp. var. sapientum · Bananenbaumblätter

Musa sp. var. sapientum · BananenbaumblätterBananen sind wohlschmeckende und vorallem sehr gesunde Früchte, doch in Aquarien dagegen sind die Bananenbaumblätter von großem Interesse.

Schon seit sehr langer Zeit verwenden viele asiatische Fisch- und Garnelenzüchter die getrockneten Blätter des Bananenbaumes Musa sp. var. sapientum erfolgreich zur Behandlung diverser Krankheiten und Verletzungen. Weiterhin sollen sie sich auch positiv auf die Färbung und Laichbereitschaft auswirken und werden hierfür vorallem bei der Zucht von Kampffischen eingesetzt.

Verwendet werden die Blätter zur Behandlung und Vorbeugung gegen:

  • Bissverletzungen
  • Ektoparasiten
  • Flossenfäule
  • Laichverpilzung
  • Lochkrankheit
  • Pilzkrankheiten
  • Schleimhautschäden
  • sowie sonstigen Verletzungen

In Sachen Dosierung gibt es, wie so oft, auch hier sehr unterschiedliche Erfahrungswerte. Empfohlen werden meist 1-2 Blätter pro 10 Liter Wasser bzw. zur Intensivbehandlung in Quarantäne 1 Blatt auf 3 bis 5 Liter. Behandlungen führen wir immer in Quarantäne durch und haben dort sowie in Zuchtaquarien gegen Laichverpilzung mit 1 Blatt auf 5 Liter gute Erfahrungen gesammelt – zumindest reichte das bisher immer aus.

Von einem dauerhaftem Einsatz zur Vorbeugung gegen Krankheiten sehen wir genauso wie bei den Seemandelbaumblättern jedoch ab, da hier das Risiko besteht, daß sich Resistenzen bilden und die Blätter dann nicht mehr ausreichend wirken, wenn man die positiven Eigenschaften bräuchte. Daher gibt es in den Hauptbecken nur sehr selten Bananenbaumblätter und da dann auch nur so 2 bis 3 Blätter auf gut 100 Liter Wasser.

Die Blätter werden unbehandelt einfach in das Aquarium gegeben, wo sie sich innerhalb von ein bis zwei Tagen mit Wasser vollsaugen und langsam untergehen. Optisch sieht es übrigens auch ganz chic aus, wenn man die Blätter in ganz dünne Streifen teilt und machen dabei auch den Knoten auf, falls sie eben verknotet sind.

Die Wirkung hält gut 10 bis 14 Tage an, wobei die Blätter anschließend weiter im Aquarium verbleiben dürfen, insofern sie eh nicht schon aufgefuttert wurden, denn bei uns haben unter anderem unsere Harnischwelse und Zwergflußkrebse sie auch zum fressen gern.

Auswirkungen auf den pH Wert konnten wir bei normaler Dosierung bisher keine nennenswerten ausmachen, was natürlich sehr vorteilhaft bei den Fischen und Co. ist, welche hartes, alkalisches Wasser bevorzugen. Da es sich hierbei jedoch um ein Naturprodukt handelt, welches auch unterschiedlichen Witterungen ausgesetzt ist, ist es der Sicherheit halber dennoch ratsam, die Wasserwerte ein wenig im Auge zu behalten und vorallem bei höheren Dosierungen auf eine gute Sauerstoffversorgung zu achten.

Musa sp. var. sapientum · Bananenbaumblätter

Nicht schlecht ist zudem, daß die Bananenbaumblätter das Wasser fast nicht einfärben…

links: Leitungswasser · rechts: Wasserfärbung nach 2 Tagen bei Dosierung von 1 Blatt auf 5 Liter Wasser

links: Leitungswasser · rechts: Wasserfärbung nach 2 Tagen bei Dosierung von 1 Blatt auf 5 Liter Wasser