gefüllte Pinienzapfen und Kekse für Sittiche

Auch Vögel dürfen hin und wieder mal eine kleine Nascherei bekommen und dazu gibt es im Handel eine Menge Auswahl, doch nicht alles ist so ohne weiteres empfehlenswert. Vieles ist voll mit Zucker und / oder künstlichen Farbstoffen sowie auch mit Konservierungsstoffen.

Daher backen wir unsere Vogelkekse und Kräcker lieber selber und wissen dann genau, was alles drin ist. Das ist auch gar nicht so schwer, ist schnell gemacht und man kann unendlich viele Varianten anbieten. Außerdem schmecken sie unseren Fusselmonstern und bieten eine Menge Spiel- und Schredderspaß.


Folgende Zutaten verwenden wir:

  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Mehl, vorzugsweise dunkles Mehl
  • 1 Esslöffel Honig › aber bitte nicht bei Vögel, die mit Megabakterien infiziert sind!
  • Körnermischung, möglichst ohne Leinsamen
  • plus je nach Wunsch diverse Gräser, Kräuter, Nüsse, Obst, Mineralien, Blüten, Blätter und so weiter…

Das Ei, das Mehl und ggf. den Honig mischen wir in einer kleinen Schüssel an und rühren anschließend soviel an Körnerfutter unter, bis es ein schöner klebriger Brei ist. Je nach Wunsch oder Bedarf kann man nun noch weitere Sachen untermischen wie z.B. diverse Grassamen, Kräuter, Nüsse, Obst, Mineralien, Blüten, Blätter und so weiter. Wichtig ist, daß es den Vögeln bekommt, möglichst frei von künstlichen Zusätzen ist und der Teig nicht zu flüssig, aber auch nicht zu krümmelig wird.

Das Ganze kann man dann in Tontöpfchen, Pinienzapfen, Walnußschalen und dergleichen füllen, wobei ein kleiner Löffel dabei sehr hilfreich sein kann. Macht man nur Kekse, so gibt man am besten mit einem Mess- oder Teelöffel kleine Häufchen auf ein Stück Backpapier, in die man in der Mitte auch kleine Löcher formen kann, damit man die Kekse an Äste oder dergleichen anbringen kann.

Egal wie man nun seine Kekse macht, wir legen jetzt jedenfalls alles auf ein Backpapier und geben es in den Backofen. Je nach Dicke bzw. Konsistenz backen wir das nun bei 170°C etwa 15-25 Minuten lang und achten darauf, daß die Kekse gut durchgebacken sind, aber nicht braun oder gar schwarz werden. Nachdem die Leckerlis abgekühlt sind, geben wir sie in Frischhaltedosen. Das Gebäck hält sich dann je nach Zusammensetzung zwischen einer Woche bis hin zu wenigen Monaten, vorausgesetzt daß alles immer sauber verschlossen und kühl gelagert wird.


(Foto 1: ungebackene Kekse und Zapfen; Foto 2: frisch aus dem Ofen)

Hängt man das Gebäck mittels Paketschnur, Leinenband oder ähnlichem auf, dann bitte nur unter Aufsicht geben, denn die Vögel könnten sich sonst verheddern und dabei Schaden davon tragen! Werden Pinienzapfen benutzt, so bitte gut darauf achten, daß die Zapfen vollständig geöffnet und komplett durchgetrocknet sowie natürlich auch harzfrei sind. Bei der Verwendung von Tontöpfen oder anderen Materialien ebenfalls gut aufpassen, daß nichts an oder in den Sachen ist, was den kleinen Geiern schaden würde, was auch für scharfe Kanten gilt.


Nachfolgend noch ein kleines Video, wie wir unsere Kekse und Zapfen unter anderem herstellen. Verwendet haben wir hier 2 Esslöffel Roggenmehl, 1 mittelgroßes Ei und knapp ein Esslöffel Honig, welchen wir übrigens vorher immer etwas anwärmen, da er sich dann ein wenig leichter verarbeiten lässt.

Als Körnermischung haben wir hier die „Basismischung“ von Körnerbude.de genommen.
Zusammensetzung: Kanariensaat, Silberhirse, Japanhirse, Senegalhirse und La Plata Hirse.

Den ersten Zapfen haben wir lediglich mit dieser Basismischung befüllt. Im zweiten Durchgang haben wir den Teig um eine Grassamenmischung, bestehend aus Rotschwingel, Wiesenschwingel, Wiesenlieschgras, Weidelgras, Rohrschwingel, Knaulgras und Wiesenrispe sowie um ein paar Sonnenblumenkerne erweitert. Im dritten Durchgang kamen zur Basismischung noch eine Blüten- und Blättermischung und etwas Fonio Paddy, eine kleine Grassamenart, dazu.

Und nun wünschen wir viel Spaß beim selber backen.
Natürlich gibt es keine Garantie auch wenn es unseren Rackern sehr gut schmeckt und bekommt! Danke