Grassamen für Sittiche

Grassamen machen neben diversen Körnern wie denen von verschiedenen Hirsessorten einen bedeutenden Anteil in der natürlichen Ernährung von Nymphen- und Wellensittichen aus. Sie sind sehr nahrhaft, kohlenhydratreich, leicht und bekömmlich und sie tragen viel zur Beschäftigung bei, da jeder einzelne Samen mit Schnabel und Zunge geschält werden muß.

Unsere Racker sind richtig verrückt nach Grassamen und daher bieten wir ihnen stets welche an. Welche Sorten wir verwenden und wie wir sie verabreichen, möchten wir in dem nachfolgenden Bericht erörtern.

Von sehr feinen bis hin zu gröberen, härteren Grassamen landen einige verschiedene Sorten in den Näpfen unserer Sittiche. Schon beim Grundfutter achten wir darauf, daß hier ein guter Gräseranteil vorhanden ist und manchmal mischen wir sogar noch extra welche mit unter. Dann gibt es solche Samen in separaten Naschnäpfen oder wir geben es mit unter das Eifutter und auch in den Wühl- und Schredderschalen sind sie sehr beliebt, da sie hier gut danach suchen müssen und somit wieder schön beschäftigt werden.

Unsere Grassamen bestellen wir zum Großteil im Onlineshop Futtermittel Jehl*, wo wir unter anderem auf folgende Mischungen zurückgreifen:

  • Gräsermischung
    Bestehend aus 25% Knaulgras, 25% Rotschwingelgras, 20% Weidelgras, 15 % Raygras und 15 % Wiesenrispengras.
  • Gräservielfalt 1
    Bestehend aus Raygras, Weidelgras, Knaulgras, Wiesenrispengras, Rispenhirse und gepopptem Amaranth.
  • Gräservielfalt 2
    Bestehend aus Knaulgras, Delicha, Raygras, Pagima green, Rispenhirse und gepopptem Amaranth.
  • Gräservielfalt 3
    Bestehend aus Knaulgras, Weidelgras, Rotschwingelgras, Raygras, Wiesenrispengras, Holunderbeeren, Haferflocken, Ringelblume und Kamillenblüten.
  • Gräservielfalt 4
    Bestehend aus Knaulgras, Weidelgras, Rotschwingelgras, Raygras, Wiesenrispengras, Berberitze, Pfefferminze und gepoppter Weizen.
  • Gräservielfalt 5
    Knaulgras, Weidelgras, Rotschwingelgras, Raygras, Wacholderbeeren, grüne Hirse und gelbe Biohirse.

* Hinweis: Futtermittel Jehl hat seit Mai 2017 geschlossen, da sich Herr Jehl seinem wohlverdientem Ruhestand widmen möchte. Jetzt müssen wir mal sehen, ob jemand anderes solche bzw. ähnliche Mischungen anbietet oder ob wir in Zukunft aus den Einzelsorten uns die Mischungen selber zusammensetzen.

Mit diesen sechs Mischungen sind wir schon sehr gut ausgestattet und die zusätzlichen Bestandteile zu den verschiedenen Grassamensorten sind auch überaus beliebt – da bleibt insgesamt außer leeren Hüllen kein Krümelchen übrigt. Zusätzlich bekommen unsere Flattermänner noch regelmäßig die Grassaat Foniopaddy, welches wohl gegen Kokzidiose wirken soll.

Wie vorhin schon erwähnt, ist uns wichtig, daß das Grundfutter bereits eine gute Mischung verschiedener Gräser aufweist und manchmal mischen wir noch weitere unter. In den Naschnäpfen sind sie einzeln als auch vermischt mit Eifutter oder weiteren Saaten, Beeren, Blüten und Blättern genauso beliebt wie in der hirsefreien Mischung oder der Wildsamen Mischung, welche es ab und zu auch bei uns gibt. Das Foniopaddy, welches wirklich sehr fein ist, verabreichen wir jedoch generell einzeln oder mit den roten Vogelmineralien vermischt, da dieses in den anderen Näpfen nur untergehen und somit nicht gefressen werden würde.

Einen besonders hohen Beschäftungswert bieten Grassamen auch in Wühl- und Schredderschalen bzw. Boxen, dort gerne auch leicht vermischt mit etwas Vogelsand oder Vogelerde, da sie hier dann wirklich danach suchen müssen und unserer Beobachtung nach, das auch liebend gern machen. Weiterhin verarbeiten wir Grassamen oft in unseren selbstgebackenen Keksen und gefüllten Pinienzapfen oder füllen sie in Mohnköpfchen und ähnlichen Sachen. Im übrigen machen sich die Stände verschiedener Gräser auch sehr gut gebündelt mit Kolbenhirsen wie zum Beispiel in unseren Hirsenbäumen.

Der Fantasie sind dabei letztendlich kaum Grenzen gesetzt, hauptsache es schmeckt, ist bekömmlich und bietet jede Menge Abwechslung, Beschäftigung und Spaß. Wieviel man davon gibt, hängt davon ab, was die Vögel sonst noch so bekommen. Da muß man also einfach ein wenig ausprobieren.

Danke


Knaulgras | Dactylis glomerata, Rispengras | Poa annua, Foniohirse | Digitaria exilis, Rotschwingelgras | Restuca rubra, Wiesenrispengras | Poa pratensis,  Weidelgras | Lolium perenne, Wiesenlieschgras | Phleum pratense, Wiesenschwingelgras | Festuca pratensis