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Morus sp. · Maulbeerbaum

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Maulbeerblätter dürften vielen in Zusammenhang mit der Seidenraupenzucht bereits bekannt sein. Vor einiger Zeit haben wir von Maulbeerbaumblättern in Aquarien mit Garnelen, Krebsen und Schnecken gelesen und dachten uns, ja das müssen wir auch mal genauer unter die Lupe nehmen und testen.

Maulbeerblätter sind wahre Kalziumbomben – kaum ein anderes Laub oder Gemüse enthält soviel davon und so wirken sie sich in dem Bereich schon mal sehr positiv auf den Panzer von Garnelen etc. aus, als auch auf das Gehäuse von Schnecken. Weiterhin enthalten sie verschiedene bioaktive Flavonoide, Vitamine und Provitamine in recht großen Mengen.

Die Maulbeeren (Morus) zählen mit ihren 12+ Arten wie die Feigen (Ficus) zu den Maulbeergewächsen (Moraceae) und sind sommergrüne Bäume und Sträucher, welche eine Höhe von etwa 2 bis 15 Meter erreichen. Ursprünglich waren die Maulbeeren in gemäßigten und subtropischen Gegenden der Nordhalbkugel (mit Ausnahme von Europa) weit verbreitet, doch inzwischen trifft man sie auch anderswo an – auch in Deutschland (Morus alba).

Wie oben schon angedeutet, haben Maulbeerblätter eine hohe Konzentration an Mineralien und sind reich an Ballaststoffen und Vitaminen. Regelmäßig verfüttert, können sie Häutungsprobleme sowie bakterielle Infektionen vorbeugen – nicht umsonst verwenden asiatische Garnelenzüchter diese Blätter schon sehr lange erfolgreich in ihren Aquarien.

Die Blätter gehen innerhalb weniger Stunden von alleine unter, doch ab der ersten Minute wenn sie im Wasser sind, hängen unsere Garnelen in Scharen daran. Meist ist am nächsten, spätestens übernächsten Tag nichts mehr von den Blättern zu sehen und selbst unsere kleinen Ohrgitterharnischwelse und Antennenwelse knuspern sehr gerne daran.

Wer möchte kann die Blätter natürlich vorher auch mit kochendem Wasser übergießen, denn dadurch wird die Zellstruktur aufgebrochen, wodurch sie schneller untergehen und die eh schon sehr zarten Blätter werden auch noch weicher, so dass es die kleinen Fressmaschinen viel leichter haben.

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Inzwischen füttern wir seit ein paar Jahren Maulbeerblätter und sind sehr begeistert davon. So alle ein bis zwei Wochen gibt es ein bis zwei Blätter je nach Aquariengröße und Besatzdichte. Mehr würden wir auch nicht empfehlen, da sie eben doch sehr gehaltvoll sind.

In der ganzen Zeit gab es keinerlei negative Beobachtungen – ganz im Gegenteil. Wir haben das Gefühl, dass unsere Garnelen seit dem viel aktiver sind, sie zeigen eine sehr schöne kräftige Färbung, die Kotbildung ist in Ordnung und Häutungsprobleme sind uns auch keine aufgefallen. Ähnlich bei den Schnecken und unseren Harnischwelsen.

Wie immer empfehlen wir bei Naturprodukten, die Wasserwerte besonders anfangs mal im Auge zu behalten, auch wenn wir bisher keinerlei Auswirkungen ausmachen konnten und lieber kleinere Mengen, dafür öfters mal was geben.

Danke

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Timo
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