CO2 – Kohlenstoffdioxid

CO2 TabelleKohlenstoffdioxid (CO2) oder auch Kohlendioxid genannt, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). Kohlenstoffdioxid ist gasförmig, geruchsneutral, farblos, löst sich hervorragend in Wasser und ist ein natürlicher Bestandteil der Luft.

Anwendung findet dieser Stoff in den verschiedensten Bereichen. Unter anderem als Kälte- und Löschmittel oder auch in der Schweißtechnik und natürlich trifft man ihn als Kohlensäure in Limonade und Mineralwasser an.

CO2 ist aber auch im Aquarium ein wichtiger Bestandteil, denn wie alle Pflanzen benötigen auch die Wasserpflanzen neben einigen anderen Nährstoffen Kohlendioxid für ein gutes und gesundes Wachstum.

Ein gutes Stichwort zur Nährstoffversorgung wäre das Minimumgesetz, welches beschreibt, daß das Wachstum von der geringsten Ressource (Nährstoffe, Licht, Wasser etc.) abhängig ist. Liegt zum Beispiel nur sehr wenig CO2 vor, so könnte man soviel Licht und weitere Nährstoffe wie Eisen, Nitrat und so weiter zuführen wie man möchte, das Wachstum der Pflanzen würde dennoch nicht besser. Um ein kräftiges Pflanzenwachstum zu erzielen und Algen möglichst keine Chance zu geben, ist es daher wichtig ein Gleichgewicht aller Nährstoffe zu erreichen.


  • Wie kommt CO2 in das Aquarium?

Der Kohlendioxid-Wert hängt zum einen vom Säuregehalt (pH) und der Karbonathärte (KH) ab, wie in der nachfolgenden Tabelle zu sehen ist. Je niedriger der pH Wert und je höher die KH, desto mehr CO2 ist im Wasser gelöst. Die empfohlenen Werte sind grün markiert, wenn zuwenig CO2 im Wasser vorhanden ist, dann bewegt man sich im blauen Bereich und zuviel CO2 zeigen die orange-farbenen Zahlen.

CO2 Tabelle

Desweiteren verbrauchen die Pflanzen tagsüber zwar CO2 und produzieren Sauerstoff (O2), doch Nachts ist es umgekehrt – dann geben sie CO2 ab und veratmen Sauerstoff. Das ist auch der Grund, warum in gering bepflanzten Becken oder solchen mit eher anspruchlosen und langsam wachsenden Arten sowie je nach Wasserwerte es auch ohne zusätzliche CO2 Zufuhr funktionieren kann – vorallem wenn man auch noch eine Beleuchtungspause von etwa drei bis vier Stunden einhält, in der sich die Pflanzen etwas erholen und CO2 abgeben können.

Reicht das nicht, dann wäre es empfehlenswert CO2 gesondert zuzuführen und das kann unter anderem mit Druckgas oder einer Bio-CO2 Anlage (z.B. JBL ProFlora bio80 / bio160), welche Kohlendioxid in einem Gärprozess mit Zucker, Wasser und Hefe produziert, geschehen. Bitte aber immer den CO2-Gehalt im Auge behalten sowie die Ansprüche von Fisch und Co. beachten, nicht daß zuviel gelöst werden würde und der pH Wert durch die Zufuhr in ungünstige Bereiche fällt!


  • Flüssiger Kohlenstoffdünger

Im Handel sind zudem sogenannte flüssige Kohlenstoffdünger erhältlich. Manche von ihnen basieren auf Glutaraldehyd (C5H8O2) – ein sehr aggressiver Stoff, welcher unter anderem zur Desinfektion von Operationsbesteck verwendet wird.

Dieses Glutaraldehyd ist nicht ganz ungefährlich für Mensch und Tier! So kann es beim Menschen Probleme verursachen, wenn die Dämpfe eingeatmet werden und Hautreizungen bei Kontakt sind auch nicht ungewöhnlich. Schwimmen Tiere während der Dosierung im Aquarium in den Nebel, verenden sie qualvoll, was bei uns früher leider zwei mal passiert ist, als wir über den Stoff noch nicht bescheid wussten und am Etikett stand davon auch nichts. Weiterhin kann Glutaraldehyd je nach Dosierung auch sehr sauerstoffzehrend sein und viele feinfiedrige Pflanzen und Moose vertragen dieses Mittel auch nicht unbedingt und werden dann oftmals braun und gehen ein.

Einen sehr informativen Bericht zu Glutaraldehyd gibt es im übrigen auch im Blog von JBL, welchen wir mit seinen einzelnen Unterpunkten nachfolgend einfach mal verlinken…

Das Märchen von der flüssigen CO2-Düngung – Einleitung

Was andere Produkte zur „flüssigen Kohlenstoffdüngung“ betrifft, welche nicht auf Glutaraldehyd basieren – wie zum Beispiel das Dennerle CarboElixier bio

Dennerle CarboElixier bio Dennerle CarboElixier bio

Eine richtige CO2 wird das aber auch nicht ersetzen können, zumindest unseren bisherigen Beobachtungen nach. Negative Auswirkungen wären uns allerdings noch keine aufgefallen, doch um mehr darüber schreiben zu können, brauchen wir noch mehr Zeit, da wir das noch nicht so lange testen. Sobald es aber etwas zu berichten gibt, werden wir das an dieser Stelle ergänzen.

Danke